Mastodon Crush/Redeem You auf „Hushed and Grim“

Mastodon Crush/Redeem You auf „Hushed and Grim“

Metall? Felsen? Programm? Wer weiß mehr. Alles, was wir wissen, ist, dass Mastodon immer noch äußerst geschickt in der zeitlosen Kunst des Arschtretens sind. Nach 21 Jahren im Job haben die verehrten Aktenvernichter aus Atlanta keinen donnernden Schritt verloren; tatsächlich haben sie auf ihrem achten Album Hushed and Grim eine ganz neue Basis gefunden.

Mastodon begann als aggressive Sludge-Metal-Gruppe, die im Schatten von Bands wie Sleep und Neurosis erwachsen wurde. Dieser schlammlastige „Stoner“-Stil erlebte in den 2000er Jahren mit Acts wie Baroness und Torche einen Boom, aber Mastodon hatte mit ihren frühen Werken besonders einzigartigen Erfolg; so viel Erfolg, dass die Mitglieder Brent Hinds, Troy Sanders, Bill Kelliher und Brann Dailor heute Legenden der harten Musik sind.

Die 2010er brachten ein interessantes Jahrzehnt für die Band. Nachdem Mastodon in den 2000er Jahren eine Reihe von Hits wie Remission (2002), Leviathan (2004), Blood Mountain (2006) und das unglaublich progressive Crack the Skye (2009) produziert hatte, schnitten sie ihre Zähne an einem rockigeren Sound ab. beginnend mit The Hunter (2011) und endend mit Emperor of Sand (2017). Obwohl sich einige Hardcore-Fans nach einem weiteren Leviathan sehnen, bauen Mastodon ihr Songwriting weiter aus und zeigen, dass sie keine Angst haben, Risiken einzugehen.

So wie das Vermächtnis der Band gewachsen ist, so ist auch ihr stimmliches Können gewachsen. Dailor, Mastodons rätselhafter Trommelzauberer, begann auf Crack the Skye zu singen und ist jetzt bereit, als klare, spacige Stimmfolie zu Sanders‘ schroffem Gebrüll und dem großartigen, düsteren Twang von Hinds zu klingen. „Hushed and Grim“ baut auf dieser Synergie auf und spielt die Stärken jedes Sängers aus, indem es ihnen allen Raum gibt, inmitten von Kellihers sich ständig veränderndem Grundgestein aus Gitarrenriffs zu glänzen.

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„Pain With an Anchor“, das an „The Wolf Is Loose“ von Blood Mountain erinnert, eröffnet das Album mit einer Flut von Fills von Dailor. Dieser Track setzt das Härtebarometer für den Rest des Albums. Gerade die letzte Minute sorgt für optimales Mosh-Material. Progressiver ist, dass „More Than I Could Chew“ fast sieben Minuten erreicht und dir alles gibt, was ein Mastodon-Track geben kann. Hinds jammert bei seinem Gitarrensolo, Brann und Troy tauschen Gesangslinien aus, und die Wirkung jeder Phrase ist sowohl gigantisch als auch zum Nachdenken anregend.

Die ausgewogene emotionale Aufladung dieser Musik findet sich in den Texten wieder. Sanders‘ Zeile in „Sickle and Peace“ fasst die Stimmung zusammen: „No feeling’s ever final/Just another scar I wear and hold dear.“ Wie dieser Text vermuten lässt, ist das Album zweifellos von Nick John, dem verstorbenen Manager der Gruppe, beeinflusst, der 2018 verstarb. Es ist eine gemeinsame Erfahrung, die langjährige lyrische Themen wie Beharrlichkeit, Selbstzweifel und Depressionen einfärbt und Hushed and Grim zu einem davon macht Mastodons bisher persönlichste Studioalben.

Auch andere lyrische Momente, wie Dailors Strophe auf „Teardrinker“, zeigen die Abgründe von Mastodons Menschlichkeit: „I can see your face/And I feel the pain/And I feel theShame/That I have let you down again“, er singt. Tracks wie „Dagger“, „Had It All“ und natürlich „Teardrinker“ sind kraftvolle Songs darüber, wie man sich nach einer verheerenden Erfahrung wieder erholt und inmitten des Nachbebens des Verlustes seinen Frieden findet. Unterdessen tragen Werke wie „Gigantum“, „Gobblers of Dregs“ und „Sickle and Peace“ zu diesem Gefühl der Dringlichkeit bei, die härteste Mastodon-Platte seit langem zu schaffen. Hushed and Grim hören nie auf zu geben, und die Energie, Tiefe und Kraft des Albums machen es zu einer völlig einzigartigen Ergänzung des Mammutkatalogs der Band.

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